Persönlichkeiten der Gemeinde Sahms  

Zwei unserer ehemaligen Sahmser Bürger haben eine über die Gemeindegrenze hinausgehende Bekanntheit erlangt:  Johannes Claudius und Friedrich Karl Waechter , die wir Ihnen kurz vorstellen möchten.

 

Johannes Claudius ( *08.05.1783 Wandsbek + 07.03.1859 Sahms)

Sohn von Matthias Claudius, dem Wandsbeker Boten (von Matthias Claudius stammt u.a. das schöne Lied "Der Mond ist aufgegangen"). Johannes Claudius wird am 27.06.1813  Pastor in Sahms. So kann er am 05.08.1813 seine Frau Wilhelmine („Mine“) geb. Marschner (*1793 Hamburg) heiraten. Sahms befindet sich mitten in den napoleonischen Kriegen, in denen das Dorf von Franzosen und Russen „besucht“ und fast alles requiriert wird. Claudius setzt sich hier und auch in seinem späteren Wirken ohne Rücksicht auf die eigene Person und Sicherheit für die Bevölkerung ein, so auch 1832 bei der Choleraepidemie. In seine Zeit fällt auch der Neubau des Pastorates. Als am 26.01.1857 seine Frau Mine stirbt, wird im Dorf nur davon gesprochen, dass Mama gestorben ist. Dies zeigt die enge Beziehung der Sahmser zu ihrer Pastorenfamilie. Claudius lehnt Angebote für eine besser dotierte Pfarre (Gr. Grönau) sowie die Aufgabe des Superintendenten zugunsten seiner Gemeinde ab. 1859 nach fast 46 Jahren als Pastor in Sahms stirbt Claudius hier, die Grabkreuze auf dem Friedhof und das Johannes Claudius Haus erinnern bis heute an ihn.

 

   
   
       
 
       
 
       
 

     
     

 

Friedrich Karl Waechter (* 03.11.1937  Danzig  + 16.09.2005 Frankfurt am Main)

 

Zeichner, Karikaturist, Cartoonist, Autor von Kinderbüchern und Theaterstücken, tätig unter anderem bei der Zeitschrift twen, Layout Chef bei pardon, Gründungsmitglied der titanic und Zeichner für das Zeit magazin.

Er kommt 1944 mit seiner Familie auf der Flucht von Danzig nach Sahms. Waechters wohnen bei der Familie Heitmann ( An der Kirche 1). 1952 verlässt die Familie Sahms und zieht nach Mölln. K:F. Waechter zieht später nach Frankfurt/ Main. Geprägt durch das ländliche Leben, soll er in einem seiner Schulbilder den „lieben Gott“ sogar mit Gummistiefeln gezeichnet haben. Leider ist dieses Werk aber verloren gegangen.